🪦 Custom GPTs werden abgeschaltet: Was Sie jetzt tun sollten
Für viele Teams waren Custom GPTs der erste Schritt, KI auf eigeneAufgabenzuzuschneiden: eigene Anweisungen hinterlegen, Dateien hochladen, fertig. Nun hat OpenAI angekündigt, Custom GPTs zum 11. Dezember 2026 abzuschalten, und wer seine Abläufe darin gebaut hat, muss umziehen.
Die Richtung ist dabei klar: Projekte, Skills und Plugins übernehmen die Rolle der GPTs, bei OpenAI genauso wie bei Claude und zunehmend auch bei Microsoft. Was das für Ihre bestehenden GPTs bedeutet und wie Sie den Umstiegsinnvollangehen, zeigen wir in dieser Ausgabe.
⏰ Aus für Custom GPTs: OpenAI schaltet sie am 11. Dezember ab, die Migration muss jeder Ersteller selbst anstoßen
🧩 Der neue Baukasten: Projekte, Skills und Plugins ersetzen das GPT und greifen automatisch
🛠 Eigene Abläufe als Skill: Der größte Nutzen kommt durch eigene Abläufe. Die Erstellung funktioniert ohne technisches Grundwissen
⏰ Noch 79 Tage: Was beim Umzug mitkommt und was verloren geht
Am 11. Dezember 2026 schaltet OpenAI die Custom GPTs ab, und zwar für alleChatGPT-Pläne. In Enterprise-Workspaces lassen sich voraussichtlich schon ab dem 26. Oktober keine neuen GPTs mehr erstellen, bestehende laufen bis zur Abschaltung weiter. Für den Umzug plant OpenAI eine Migration: Wer ein GPT erstellt hat, kann es per Klick in ein Pluginumwandeln. Die Anweisungen werden dabei zum Skill, Wissensdateien zu Referenzdateien, Apps bleiben erhalten.
Interessanter ist, was dabei auf der Strecke bleibt. Custom Actions, also Anbindungen an externe Systeme, werden nicht übertragen und müssen neu aufgebaut werden. Auch bestehendeChats und Freigaben an Kolleginnen und Kollegen ziehennichtmitum, das neue Plugin startet privat. Unser Tipp: Legen Sie jetzt eine Liste der GPTs an, die Ihr Team tatsächlich nutzt, und sichern Sie zu jedem den Systemprompt. So sehen Sie nach dem Umzug sofort, ob die Ergebnisse noch passen.
🧩 Projekte, Skills und Plugins: der neue Baukasten
Ein Custom GPT hat bisher alles in einem Paket gebündelt: Anweisungen, WissenundTools. Künftig verteilt sich das auf mehrereBausteine, die jeweils eine klare Aufgabe haben:
📁 Projekte: der Arbeitsraum mit Kontext, etwa Dateien und Chats zu einem Kunden oder Thema
📝 Skills: die eigentliche Arbeitsanweisung mit Ablauf, Format und Regeln für eine bestimmte Aufgabe
🔌 Plugins: bündeln mehrere Skills mit Anbindungen an externe Tools für einen ganzen Aufgabenbereich
Der größte Vorteil: Skills greifen automatisch. Statt vor jeder Aufgabe das richtige GPT zu suchen und zu öffnen, erkennt das Modell anhand der Skill-Beschreibung selbst, welche Anleitung passt. Mehrere Skills lassen sich im selben Chat kombinieren. Und weil ein Skill im Kern eineeinfacheTextdatei ist, lässt er sich jederzeitanpassen und mit etwas Aufwand auch auf anderePlattformen (z.B. Claude) übertragen.
Wie das in der Praxis aussieht, zeigt unser eigener GEO-Scan-Skill: Er analysiert eine Website samt SISTRIX-Daten, erstellt daraus ein Prompt-Paket und importiert es nach Freigabe direkt in Peec AI. Pro Scan spart uns das 30 bis 45 Minuten.
🚀 Die Richtung ist klar: Skills setzen sich durch
Mit dem Aus für Custom GPTs stellt OpenAI auf ein Prinzip um, das Claude schon länger nutzt. Auch Microsoft zieht nach: Die Agents in Microsoft 365 Copilot bleiben zwar erhalten, in Copilot Studio lassen sich inzwischen aber ebenfalls Skills bauen. Ganz austauschbar sind die Formate der Anbieter noch nicht, das Modell übernimmt die Übertragung aber meist zuverlässig, wenn man den Skill hochlädt.
Richtig effektiv werden Skills, sobald Sie Ihre eigenenAbläufe darin verpacken: die Art, wie Ihr Team Angebote formuliert, Reportings aufbaut oder Newsletter formuliert. Dafür braucht es keinetechnischenKenntnisse mehr. Sie können eine Aufgabe einmal im Chat so lange verfeinern, bis das Ergebnis stimmt, und das Modell dann bitten, daraus einen Skill zu machen. Oder Sie lassen sich vom Modell interviewen, was der Skill können soll.
Unsere Empfehlung: Nutzen Sie den Umzug Ihrer GPTs als Anlass, wiederkehrende Aufgaben in Ihrem Team zu sammeln und gezielt als Skills aufzusetzen. Hier liegt mehr Potenzial als im neusten Modell-Release.